«Gold Award» für das Jugendsinfonieorchester Zürichsee am World Orchestra Festival

Das JSO kehrt aus der «Hauptstadt der Musik» mit einem 1. Preis zurück und erhält viel Beifall im berühmten «Goldenen Saal des Wiener Musikvereins»

Vom 01.bis 04. August trafen sich » in der Kulturmetropole Wien unter dem Motto «One Future, one World» rund 30 Orchester aus aller Welt mit über 1500 Teilnehmenden.

Zu hören waren Orchester aus China, Japan, Indonesien, Italien, Luxemburg u.a. Das Jugendsinfonieorchester Zürichsee mit Sitz in Meilen war als einziges Orchester aus der Schweiz mit dabei und überzeugte eine international besetzte Jury.

Das Spektrum der Formationen reichte von Sinfonieorchestern über Blasorchester bis hin zu Orchestern mit traditionellen chinesischen Instrumenten. So lernten die jungen Musizierenden eine beeindruckende Vielfalt kennen und sammelten vielfältige klangliche Impressionen.

Die rund 50 Jugendlichen aus der Region Zürichsee erlebten zudem eine intensive Konzert- und Probenwoche, die das Orchester musikalisch und menschlich zusammenschweisste. Mit im Gepäck hatte das Orchester unter der Leitung seines erfahrenen Dirigenten Roman Brogli- Sacher ein anspruchsvolles Programm mit einem starken Bezug zu Wien: Eine Mozart Sinfonie, den Ungarischen Tanz Nr. 5» von Johannes Brahms und die «Unvollendete» Sinfonie Nr. 7 von Franz Schubert.

Nach der Eröffnung durch den 1. Präsidenten des Wiener Landtages Ernst Woller spielte das JSO Zürichsee gemeinsam mit weiteren Orchestern «open air» vor dem Wiener Rathaus.

Schon am nächsten Tag stand in der Wiener Universität für Musik der Workshop mit Prof. Helmut Zehetner von den «Wiener Philharmonikern» auf dem Programm. In der zweistündigen Probe feilte er mit den jungen Musikerinnen und Musikern am Konzertprogramm und gab faszinierende Einblicke in ein historisch gewachsenes Verständnis der Kompositionen und die berühmte Wiener Klangkultur. Auch einige Anekdoten über die Arbeit mit berühmten Dirigenten durften dabei nicht fehlen und mit viel Lob und Ermutigung ging das JSO Zürichsee beflügelt an die nächsten Herausforderungen.

Denn schon am nächsten Tag folgte nach einer letzten Generalprobe der mit Spannung erwartete Wettbewerb. Trotz ein wenig Nervosität meisterte das JSO mit Bravour den Auftritt vor der sechsköpfigen Jury aus renommierten Musikern. Nach einem kurzen Imbiss ging es zurück in den Konzertsaal «MuTh» der Wiener Sängerknaben, denn am Abend stand schon das nächste Konzert an. An den Konzerten und im Wettbewerb überzeugte das JSO durch seine feine Musikalität und ausgearbeitete Klangkultur.

Höhepunkt der Woche war das grosse Galakonzert am letzten Abend, an dem das JSO Zürichsee im berühmten Goldenen Saal des Wiener Musikvereins spielte. Vom Publikum und den übrigen Orchestern erhielt es bei seiner Aufführung der berühmten «Unvollendeten» Sinfonie Nr. 7 von Franz Schubert begeisterten Beifall und Bravorufe. Als die Jugendlichen am Schluss des Konzertes schliesslich von ihrem 1. Preis erfuhren, dem «Gold Award», gab es im Orchester kein Halten mehr und grosser Jubel brach aus.

«Wir haben Monate geprobt und sind zwei Tage früher angereist, um nochmals intensiv an den Werken zu arbeiten. Das Orchester war damit für die Konzerte und den Wettbewerb auf den Punkt vorbereitet. Bei den Auftritten haben sich die Jugendlichen immer mehr gesteigert und das ganze Orchester war beim Konzert im Goldenen Saal wirklich in Bestform» freut sich Kerstin Wiehe, Präsidentin des JSO Zürichsee.

«Es war atemberaubend, die Akustik in diesem Saal ist extrem schön, einfach begeisternd» erzählt auch Konzertmeisterin Viviane Müller im anschliessenden Interview mit dem ORF.

Für die jungen Musikerinnen und Musiker vom Zürichsee war es ein intensives und bereicherndes Erlebnis, in den berühmten Häusern zu proben und zu konzertieren und auf junge Musizierende aus aller Welt zu treffen.

«Eine aussergewöhnliche Reise, die uns als Orchester zu musikalischen Höchstleistungen motiviert hat. Atemberaubende Proben und Konzerte wurden zu Höhepunkten unserer Orchester- Karriere. Den krönenden Abschluss, bildete das Konzert im Goldenen Saal, ein Traum, welcher sich für uns erfüllt hat.» meint Moses Eggenschwiler, Stimmführer der zweiten Violinen und schon seit Gründung des Orchesters vor 6 Jahren mit dabei.

Das freundschaftliche Miteinander und auch etwas Sightseeing kamen ebenfalls nicht zu kurz. Dazu gehörten ein von den Jugendlichen selbst organisierter Stadtrundgang und ein Besuch im Schloss Schönbrunn, wo man u.a. die privaten Gemächer von Kaiser Franz Josef und der Kaiserin Elisabeth («Sissi») besichtigen konnte.

Diese besondere Reise und die Freude über den «Gold Award» wird bei allen Beteiligten noch lange nachklingen.